Selvine Aldermär ist die Großmeisterin des Weberkonkordats und die mächtigste weltliche Figur in Chartemati. Von ihrem Sitz im Hauptsitz des Weberkonkordats am zentralen Denkmalplatz aus lenkt sie faktisch Wirtschaft und Politik der Stadt. Ihre Macht gründet auf dem Monopol des Konkordats über veredelte Riesenspinnenseide, das sie mit allen Mitteln zu wahren sucht.
Status: Gründerin und Großmeisterin des Weberkonkordats (655 aAG); aktiv im Jahr 702 aAG; verstorben um 795 aAG.
Auftreten und Persönlichkeit
Selvine Aldermär tritt stets beherrscht und makellos höflich auf und erhebt nie die Stimme. Jede Drohung kleidet sie in die Form eines Kompliments, sodass in ihren Worten Zwang und Gefälligkeit kaum zu unterscheiden sind.
Stellung und Einfluss
Als Großmeisterin steht sie dem Hauptsitz des Weberkonkordats vor und führt das Bündnis aus Weber-Gilden und Klerus, das die Wirtschaft Chartematis beherrscht. Das Bündnis geht auf ihre eigene Gründung 655 aAG zurück, mit der sie das jahrhundertealte, kirchlich verwurzelte Färbergewerbe der Stadt unter ihrer Kontrolle vereinte. Als Halbelfin führte sie das Konkordat bis zu ihrem Tod um 795 aAG; danach ging die Großmeisterschaft auf Nachfolger über. Ihr Einfluss zeigt sich vor allem als Kontrolle über Zugänge: Sie vergibt oder verweigert Aufträge, Handelszugang und Schutz und kann ebenso den wirtschaftlichen Ruin Einzelner herbeiführen. Kirchenseitig findet das Konkordat seinen zweiten Kopf in Dorien Valerius, dem Erzbischof der Kathedrale der Ewigen Morgendämmerung.