Das Weberkonkordat ist ein mächtiges Bündnis, das aus einer historischen Partnerschaft zwischen den Weber-Gilden von Chartemati und der einflussreichen Kathedrale der Ewigen Morgendämmerung hervorging. Durch diese enge Zusammenarbeit kontrolliert das Konkordat den gesamten Textilmarkt der Stadt und hat sich zur dominanten wirtschaftlichen und politischen Kraft entwickelt. Gegründet wurde das Bündnis 655 aAG von der Halbelfin Selvine Aldermär, die ihm bis zu ihrem Tod um 795 aAG als Großmeisterin vorstand.
Ursprung
Das geweihte Färberhandwerk Chartematis bestand bereits seit dem 3. Jahrhundert aAG als Tempelritus der Kathedrale der Ewigen Morgendämmerung, die sogenannte Sonnenfärbung. Das Weberkonkordat selbst entstand erst 655 aAG, als die Halbelfin Selvine Aldermär die Weber-Gilden mit dem Klerus zu einem Bündnis zusammenführte und die Veredelung der Riesenspinnenseide unter ihrer Kontrolle vereinte.
Die Gründung fiel kurz vor den Ork-Kriegen (668–682 aAG). Der sprunghaft steigende Heeresbedarf an Textilien – Uniformen, Verbandstoff, Zeltbahnen und reißfeste Seile aus Spinnenseide – beschleunigte den Aufstieg des jungen Bündnisses zur beherrschenden Wirtschaftsmacht der Stadt.
Der monumentale Wandteppich im Hauptsitz des Weberkonkordats stellt die Gründung als uralte, gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Webern und Kirche dar. Das geweihte Handwerk ging dem Bündnis jedoch um Jahrhunderte voraus; die Darstellung idealisiert einen späten Zusammenschluss zu einer Ur-Partnerschaft.
Macht und Einfluss
Die Macht des Konkordats entspringt der Symbiose aus der wirtschaftlichen Stärke der Weber und der spirituellen Autorität der Kirche. Diese Verbindung verleiht ihren Geschäftspraktiken eine nahezu unantastbare Legitimität, wodurch sie de facto die Regierung von Chartemati bilden. Ihre Entscheidungen werden stets im Rahmen des Gesetzes getroffen, sind aber stark profitgetrieben und zielen darauf ab, ihre Monopolstellung zu sichern und auszubauen.
Die Gildenmeister und der hohe Klerus bilden die neue Elite der Stadt und stehen oft im stillen Machtkampf mit den alten Adelsfamilien, die mit Verachtung auf das “neue Geld” blicken. Deren nomineller Kopf ist Graf Aldemar von Sturmwacht. Im frühen 8. Jahrhundert aAG ist er zu einer bloßen Repräsentationsfigur herabgesunken, die das Konkordat finanziert und durch die es die Stadtwache lenkt, die formal weiterhin seinem Befehl untersteht.
Struktur und Operationen
Das Fundament des Konkordats ist die exklusive Verarbeitung seltener Riesenspinnenseide. Dieser Rohstoff wird von den sogenannten Chitin-Sammlern unter Lebensgefahr aus den Nestern der Chromatischen Spinnen geerntet. Diese Jäger gelten als entbehrlich und werden notorisch schlecht bezahlt.
Die Veredelung der Seide ist das Herzstück des Bündnisses: Die Färbereien nutzen eine geheime Kombination aus Alchemie und dem von der Kathedrale der Ewigen Morgendämmerung bereitgestellten heiligen Wasser. Diese exklusive Ressource ist ein zentraler Pfeiler ihrer Partnerschaft und sichert die unübertroffene Qualität ihrer Produkte.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Ruf
Öffentlich wird das Weberkonkordat als Segen für Chartemati angesehen, das der Stadt Wohlstand und Prestige bringt. Die Schattenseite dieses Erfolgs ist jedoch die rücksichtslose Verdrängung jeglicher Konkurrenz. Durch aggressive Preispolitik, die Kontrolle über Rohstoffe und ihren politischen Einfluss sind unzählige kleinere, unabhängige Weber in den Bankrott getrieben worden. Das Konkordat agiert nicht gewalttätig, sondern zerstört seine Rivalen auf rein wirtschaftlicher Ebene.
Mitglieder
| Mitglied | Spezies | Beruf | Geboren | Verstorben |
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| Darius Vaporfen | Mensch | — | — | — |
| Hauptsitz des Weberkonkordats | — | — | — | — |
| Selvine Aldermär | Halbelf | Großmeisterin des Weberkonkordats | — | — |