Ein Thanatolithiker übt einen Bestattungsberuf aus, bei dem sterbende oder bereits verstorbene Personen versteinert und konserviert werden, anstatt sie zu beerdigen oder einzuäschern. Der Leichnam wird dauerhaft in Stein überführt und bleibt so als beständiges Abbild der verstorbenen Person erhalten. In Cittonava ist die Versteinerung ab 852 aAG als Bestattungsform der wohlhabenden Stadtbevölkerung belegt. Über die Ursprünge des Berufs und seine Verbreitung darüber hinaus ist nichts Gesichertes überliefert.


Tätigkeit

Im Zentrum des Berufs steht die Versteinerung sterbender oder bereits toter Personen sowie die anschließende Konservierung der Überreste. Anstelle von Beerdigung oder Einäscherung tritt damit ein dauerhaft erhaltenes, steinernes Abbild des Verstorbenen.

Die Arbeit bringt unmittelbaren Kontakt mit den Körpern Verstorbener mit sich. Dabei können ungewöhnliche Todesumstände oder am Leichnam haftende Substanzen auffallen, was dem Handwerk über die reine Bestattung hinaus gelegentlich eine forensische Bedeutung verleihen kann.


Stellung in der Bestattungskultur

In Cittonava gilt die Versteinerung als Alternative zu Beerdigung und Einäscherung und ist dort ab 852 aAG vor allem unter der wohlhabenden Stadtbevölkerung nachgefragt. Ob und in welchem Umfang der Beruf in anderen Regionen oder Epochen verbreitet ist, ist nicht überliefert.


Bekannte Vertreter