Erbstreit der Finsternis ist ein Nachschlagewerk über die Mächte des Schattenfells, entstanden vor der Großen Zäsur und aufbewahrt in den Barracken des Maledictio Sanctums in Tourcil. Bruder Amadeus entdeckte den Band 702 aAG bei der Erkundung des Sanctums. Im Zentrum steht die Fehde zwischen dem Dämon Sanguin und dem Drachen-Lich Solast. Der Band ist bedeutsam, weil er Solasts Verschwinden Jahrhunderte vor dessen tatsächlicher Wiederkehr fälschlich als abgeschlossenen Konflikt darstellt.
Beschreibung
Der schmale, schwarz gebundene Band trägt ein kaum sichtbares, blindgeprägtes Siegel und zerfällt, anders als die meisten Schriften der Barracken, nicht bei Berührung. Die Seiten sind in ordentlicher, seminaristischer Schrift wie ein Nachschlagewerk gegliedert.
Inhalt
Solast und Sanguin begegneten sich tatsächlich nie: Der Bone Carver betrog Solast und sperrte ihn in einem Antimagit-Gefängnis unter Teramons ein, wo er bis zum Abbau in der Valerius-Mine 702 aAG verblieb. Sanguin ist seit Jahrhunderten in der Axt Sanguins Schatten gebannt und war mit Solasts Verschwinden nie befasst. Der Band hält zudem fest, dass Solast seine Macht stets durch Armeen und auserwählte Generäle mehrte, nicht durch eigene Stärke allein; ein verzehrter Splitter seines Leibes soll genügen, um Soldaten willfährig zu machen, wobei diese Willfährigkeit ohne stetigen Nachschub wieder nachlässt.
Gerüchte und Überlieferungen
Der Band vertritt die Ansicht, Sanguin habe Solast vernichtet und dessen Erbe an sich gerissen. Diese Einschätzung gilt unter Gelehrten als entschieden, ist jedoch unbelegt und falsch.